Ride the Movies: Universal Studios Hollywood

Am Donnerstag ist es soweit: Wir fahren zum zweiten Vergnügungspark, den wir den Girls versprochen haben. Anders als in Disneyland bietet Universal mehr Abwechslung. Wir verlieren uns in mehreren Movies und ihren Universen.

Zuallererst ist Harry Potter und Hogwarts an der Reihe: Für den ersten Ride, der direkt in der Zauberschule stattfindet, stellen wir uns zwei Stunden an. Und das lohnt sich. Denn wir reisen mit Flohpulver in das Potter-Universum, reiten Harry auf seinem Besen in einem Quiddich-Spiel nach und müssen uns von ihm retten lassen, als wir von Dementoren angegriffen werden. Beeindruckt steigen wir aus und begeben uns in das Örtchen Hogsmeade, essen und lassen die Girls zaubern. Mit ihrem eigenen Zauberstab natürlich. Elif hat sich den von Hermine, Alina den von Sirius Black ausgesucht.

Weiters stehen Dreamworks, die Simpsons, Jurrasic Park und die Minions auf unserem Programm. Dafür bleiben wir wieder, bis es dunkel ist. Und müssen noch über eine Stunde wieder zurück in unser Apartment fahren. Ich wäre ja am liebsten dort geblieben. Romana will allerdings am nächsten Tag für einige andere Highlights von L.A. fit sein. Das wird eine andere Geschichte.

The happiest place on earth

Unser Besuch in Disneyland verläuft in zwei Teilen: Wir fahren am ersten Tag hin, um die Karten für den nächsten Tag zu kaufen. Schon das Parkhaus hat enorme Ausmaße. Eine wirklich nette Amerikanierin lässt uns am ersten Tag dort einfach ohne ein Ticket zu bezahlen rein. Weil wir ja nur für den nächsten Tag Parktickets kaufen wollen. Das tun wir. Außerdem essen wir in Downtown Disney eine Riesenpizza. Und fahren dann ins unser Apartment.

Am nächsten Tag sind wir früh wieder da – und werden 13 Stunden in beiden Parks verbringen: Disneyland Park und Disneyland California Adventure. Elif und ich machen insgesamt fünf Rides, Romana und Alina vier. Der Tag ist geprägt von Schlange stehen, Lächeln und Einkaufen. Wir gehen völlig auf in der wunderbaren Welt von Disney: „Here you leave today and enter the world of yesterday, tomorrow and fantasy.“

Wir tragen Mickey-Mouse-Ohren, wir spazieren durch Hollywood, wir flanieren durch die Gassen von New Orleans und sehen einen Missisippi-Dampfer, der uns in die Welt von Tiara aus „Küss den Frosch“ entführt. Die Kids kuscheln mit Lupo, wir sehen Star Troopers einen Mann kontrollieren und treffen die Guardians of the Galaxis. Und wir haben ganz bestimmt noch nie so viel eingekauft in einem Vergnügungspark. Das dann ganz real.

Das Feuerwerk am Abend wollten wir uns von der Central Plaza zwischen den zwei Parks anschauen: Leider war es trotz anderer Aussagen nicht möglich – und wir fuhren mit der Masse an Leuten endlich um 10:30 Uhr wieder raus dem aus wunderbaren Disneyland, World of Fantasy.

The Pacific Coast

Als wir in Buena Park, einem der Vororte von Los Angeles ankommen, suchen Romana und ich Ruhe und fahren an die Küste. Die Kids lassen wir in dem wirklich schönen Apartment, wo Netflix auf drei TV-Screens funktioniert. Sie wollen ein Animation Movie schauen.

Romana und ich fahren an die Küste und stehen mit den Füßen im Pazifik. Die Fahrt von unserem Apartment bis zur Küste dauert ungefähr eine halbe Stunde. Sie führt schnurgerade den Beach Boulevard entlang. Wir erleben den Großraum LA mit seinem riesigen Dimensionen hautnah.

Leaving Las Vegas

Am Montag, 14. August, fuhren wir raus aus Las Vegas. Ohne sentimentale Gefühle. Las Vegas ist nicht unsere Stadt. Glücksspiel überall, zu laut, zu grell. Es ist unverständlich, dass jemand bei einer Gondelfahrt hier im Venetian wirklich den Eindruck gewinnen kann, in Venedig von Gondoliere durch die Kanäle geschippert zu werden. Es ist unverständlich, dass ein Besuch hier auf dem Eifelturm die gleichen Emotionen auslöst, wie ein Spaziergang im Angesicht des echten Eifeldoms in Paris.

Alles Schall. Alles Rauch. Alles virtuell. Einzig die Freundlichkeit der Amerikaner scheint nicht nur aufgesetzt zu sein, sondern Teil des persönlichen Umgangs der Menschen miteinander. Teil der Kultur. Im positiven Sinne.

Wir wollten nach Los Angeles. Und nahmen uns dafür noch einen Übernachtungsstopp in der Mitte zwischen Las Vegas und Los Angeles vor. Kein Nationalpark stand diesmal auf dem Programm. Wir übernachteten in Barstow, einem kleinen Kaff, das an der alten Route 66 liegt und diesen Umstand zlebriert. Außerdem hat Barstow eine Attraktion aufzuweisen: ein jeden Tag geöffnetes Autokino. Die Kids und wir schauten uns das aktuelle Emoji-Movie dort an.

Es war ein Abenteuer, dort in totaler Finsternis einen Platz zu suchen, unser Auto mit der Kofferraumöffnung in Richtung Leinwand zu parken und selbst einen einigermaßen bequemen Sitzplatz im Kofferraum zu finden. Das Movie war genau richtig in einer solchen Situation. In Baker, einem noch kleineren Ort vor Barstow, haben wir vorher das weltgrößte Thermometer aus dem Auto heraus fotografiert. Und die Joshua Trees der Mojave Wüste. Wie die zu ihrem Namen gekommen sind, ist eine schöne Geschichte aus dem alten wilden Westen. An den wurden wir auch in Calico, der Westernstadt erinnert.

Hasen in Las Vegas

Dieser Titel ist zweideutig oder mehrdeutig, gerade in Las Vegas. Einige Leute werden behaupten, dass vor allem am Strip Hasen oder zumindest Häschen zu finden wären. Wir haben solche herumspazieren gesehen.

Auf erstaunliche Weise stimmt die Aussage aber auch für ganz natürliche Hasen: Als ich am Kids Ruhetag in einem Park im Westen Las Vegas gelaufen bin, habe ich ein Rudel Hasen gestört. Ich war so perplex, dass ich kaum Fotos machen konnte. Es war heiß und zwei alte Leute in ihren Rollstuhlwagerln haben den Blick auf den kleinen Canyon in der Abendsonne genossen.

Auch das ist Las Vegas.

Welcome to fabulous Las Vegas

In einfachen Sätzen lässt sich Las Vegas kaum beschreiben. Nach unserem Hubschrauberflug gingen wir den Strip entlang nach Süden, fanden ein Virtual Reality Spielzeug für Elif und Alina, gingen durch einige Shopping Center , die wie die Spielhallen in die Hotels integriert sind und aßen im Hard Rock Café zu Mittag. Nach dem Essen fuhren wir in unser Apartment, um am Abend für den nächtlichen Spaziergang am Strip Kräfte zu sammeln.

In der Nacht erwacht Las Vegas zum Leben. Wir begannen im Wynn ganz im Norden und gingen bis zum NewYork NewYork im Süden. Dort fuhren Elif und ich mit dem Rollercoaster, der mitten durch die Häuserschluchten New Yorks sauste. Elif gefiel dieses Hotel am besten. Venedig und der Eifelturm von Paris haben uns nicht ganz überzeugt, den Eindruck des Originals zu machen.

Das schönste waren die Wasserspiele im Wynn und im Bellagio.