Mono Lake – Mensch und Natur

In Lee Vining lebt man am Mono Lake. Irgendwann einmal gab es da eine lebendige Marina, Ortsnamen erinnern noch daran. Jetzt allerdings ist der See einige Meter zu tiefgelegen, um direkt vom Ort hineingehen zu können. Vom Mono Lake, einem abflusslosen Gewässer, als dessen Schwester der große Salzsee in Utah gilt, wurde nämlich Jahrzehnte lang Wasser für die Großstadt Los Angeles abgezogen. Deshalb liegt sein Wasserspiegel heute mindestens zwölf Höhenmeter unter dem natürlichen.

Das lässt imposante Tuffsteintürme sichtbar werden. Und brachte endlich auch Naturschützer auf den Plan: Heute wird dem See langsam wieder Wasser zugeführt. Man hat ehrgeizige Ziele und weiß gleichzeitig, dass man als David gegen Goliath agiert. Denn immer noch fließt ein Aquädukt aus dem See Richtung Los Angeles. Der Moloch will gefüttert werden.

Elif und ich probierten kurz das Schwimmen im See. Zweieinmal soviel Minerale wie im Meer finden sich dort. Salz und alkalisches Soda. Es fühlt sich an, wie in einer Waschlauge zu schwimmen. Und danach bildet sich ein weißer Film auf der Haut. Wir fuhren danach schnurstacks zum June Lake, einem Bergsee in der Nähe, um die Lauge wieder abzuwaschen. Dort war das Wasser klar und kalt. Das Bild vom June Lake findet Ihr als Beitragsbild. Unvergessliche Eindrücke vom Mono Lake hier als Galerie. Der See und dessen Ufer sind nämlich durchaus belebt. Viele Tierarten finden sich in dieser sehr alkalischen Umgebung.

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